Raum für kreative Ideen

Buchtipps

Aufgefangen im Netz
Psychosoziale Beratung im Internet und Umgang junger Menschen mit Problemlagen. Eine qualitative Studie mit Jugendlichen im Online-Interview aufgrund steigender Individualisierungsleistungen sehen sich junge Menschen zunehmend mit Problemlagen konfrontiert, die zuweilen ihre angeeigneten Lösungskompetenzen überschreiten. Neben den Unterstützungsstrukturen des traditionellen sozialen Netzwerks bietet seit einigen Jahren die Beratung im Internet eine ergänzende Möglichkeit, sich Rat und Hilfe einzuholen. Ausgehend von wissenschaftlichen Erkenntnissen über Aufbau, Gefüge, Grenzen und Möglichkeiten psychosozialer Beratung im Internet wird der Umgang Jugendlicher mit ihren Problemlagen in einer qualitativen Studie analysiert. Die Datenerhebung zur Studie erfolgt im Chat-Room einer psychosozialen Beratungs-Website (Kummernetz) via qualitativen Online-Interviews. Nichtstandardisierte Online-Interviews — in Form offener Fragestellungen und narrativem Ansatz — stellen einen innovativen und genuiden Pfad der qualitativen Datengewinnung in der Sozialforschung dar und bedürfen somit der genauen Betrachtung und Evaluation des Forschungsdesigns und -erfolgs. Die Ergebnisse der Interviews zeigen auf, wie junge Menschen mit Problemen umgehen und ob und in welchem Maße die psychosoziale Beratung im Internet den Strukturen jugendlichem Problemumgangs entsprechen und die Problemanmeldung und Problembewältigung forcieren und somit ein "Auffangen im Netz" gewährleisten kann. Mehr...

 
Hilfe aus dem Netz
Psychologische Beratung per E-Mail wird bereits vielfach angeboten. Das erste grundlegende Buch dazu vermittelt praktische Einblicke und stellt ein qualitätssicherndes Ausbildungsmodul für psychologische Berater im Internet vor. Psychologische Beratung per E-Mail, vor wenigen Jahren noch als unseriöses Randphänomen abqualifiziert, hat heute in die meisten Beratungsstellen Einzug gehalten. Immer mehr Menschen in seelischer Not holen sich auf diesem Weg Rat, weil er spezifische Vorteile bietet: die Schwelle für Hilfesuchende ist sehr niedrig; Menschen, die keine Therapie oder Beratung aufsuchen würden, melden sich im Schutz der Anonymität per E-Mail; Probleme können zu jeder Tages- und Nachtzeit übermittelt werden; schon die schriftliche Formulierung hilft manchmal, die eigene Situation besser zu verstehen; die Suche nach einem geeigneten Therapeuten kann sich stark verkürzen. Für die herkömmliche Form der Psychotherapie stellt die E-Mail-Beratung keine Konkurrenz dar, die Angebote ergänzen sich vielmehr. E-Mail-Beratung kann auch als erste Anlaufstelle im Vorfeld von Therapie und als »Notdienst« betrachtet werden. Obwohl diese zukunftsweisende Form der psychologischen Beratung auf immense Nachfrage stößt, existieren bisher keine verbindlichen Qualitätsstandards und Ausbildungsrichtlinien für psychologische Mitarbeiter. Die Autoren, »Pioniere« auf dem Gebiet, legen hier ein Ausbildungsmodul vor, das wichtige Richtlinien zur Beratung in diesem Medium formuliert, Einblicke in typische Problemkonstellationen gibt und technisches Know-how zur digitalen Kommunikationsform vermittelt. Mehr...
 

Psychologie im Internet
Dieses Buch ist ein "Muss" für alle, die Interesse an den neuen Medien haben, aber zugleich den Blick auf den Menschen nicht verlieren wollen Dieses Buch richtet sich an alle, die sich für Psychologie interessieren und das Internet bereits nutzen oder sich darüber informieren wollen. In den vier Kapiteln geben die Autoren zunächst eine auch für Laien verständliche Einführung in die Grundlagen des Internets und der Internet-Nutzung. Danach behandeln sie spezifische psychologische Aspekte im Umgang mit dem Medium: Sexualität und Emotionen im Internet, Aufenthalt in virtuellen Welten und Kommunikation mit anonymen Partnern. Drittens werden ausgewählte Online-Angebote im Bereich Psychologie vorgestellt: Therapie im Netz, Klinische Psychologie online, Fachinformationen für Psychologen, Chancen und Jobsuche im Internet. Schließlich widmen sich die Autoren den Auswirkungen des neuen Mediums auf die Aus- und Weiterbildung: Lernen im Netz, der Einfluss von Hypermedien, Studium online. Die Herausgeber sind seit vielen Jahren als Psychologen mit dem Internet vertraut und haben einschlägig geforscht und gearbeitet. Für dieses Buch haben sie die besten Kenner der Szene zur Mitarbeit bewegen können. So entstand ein höchst les- und brauchbares Handbuch für alle, die sich mit den Chancen und Risiken des Internet-Gebrauchs vertraut machen wollen. Mehr....

 
Auf der virtuellen Couch
Das Internet gewinnt auch für Selbsthilfe, Beratung und Therapie an Bedeutung:
Beratungseinrichtungen bieten ihre Hilfe bei psychischen Problemen ebenso an wie therapeutische Praxen oder Scharlatane. Menschen mit psychischen Problemen nutzen Mailinglisten und Newsgroups für den Erfahrungsaustausch, machen auf eigenen Homepages ihre Probleme öffentlich und ermutigen zur Selbsthilfe. Gemeinnützige Verbände und andere Organisationen stellen Informationen ins Netz und nutzen es für die Vernetzung ihrer Klientel. Wissenschaftliche Einrichtungen informieren über ihre Forschungsergebnisse und ermöglichen Zugang zu umfangreichen Datenbanken. Dieses Buch bietet Internetneulingen eine verständliche thematische Einführung, Internetkundige finden eine Fülle spezifischer Informationen und Anregungen. Die Autoren/innen aus den unterschiedlichsten Professionen nutzen das Internet selbst seit Jahren. Sie schreiben über ihre Erfahrungen und beschreiben Grenzen und Möglichkeiten der virtuellen Couch. Mehr...
 
Soziales im Netz
Im Mittelpunkt des Buches steht die Frage, in welcher Form mittels digitaler Kommunikation ('Cybertalk') personale und soziale Identität sowie zwischenmenschliche Beziehungen kommuniziert werden. Die Beiträge geben einen Überblick über linguistische, soziologische und psychologische Perspektiven und fokussieren sprachliche Verfahren, mit deren Hilfe sowohl dialogische Beziehungen als auch Gruppenmitgliedschaften im Netz gestaltet werden. Die Aufsätze gruppieren sich um die Schwerpunkte personale Identität (Chat-Kommunikation, Gästebücher), Gruppenzugehörigkeit und soziale Identität (Geschlecht, Ethnizität, Senioren, Jugendliche) und Kommunikation von und in Organisationen (Intranet-Kommunikation, online-Bürgerdienste). Mehr...
 
Cyber-Curch
Immer mehr Menschen bekommen Zugang zu den internationalen Datennetzen. Öffentliche Institutionen stellen ebenso wie die Universitäten und zahlreiche Unternehmen ihre Information auf World Wide Web-Servern zum Abruf bereit. Was liegt da für die Kirche näher, als sich ebenfalls auf diesen "digitalen Marktplatz" zu begeben? Doch was passiert, wenn die Rede von Gott in digitale Bahnen gerät? Bildet sich eine Art "Cyber Church", eine Kirche aus Kirchengemeinden, die es nur noch im Internet gibt? Was bedeutet das für den christlichen Glauben und die Strukturen der Kirche? Wie werden sich die Formen christlichen Lebens und christlicher Verkündigung im nächsten Jahrtausend verändern? Was macht die Kirche derzeit im Internet und wie wird es weitergehen? Spannende Fragen, die in diesem Buch sowohl durch theologische Reflexion als auch durch Erfahrungsberichte kirchlicher Medienfachleute angegangen werden. Mehr...